Von Ursula Langenegger
Am Sonntag, 16. Juni lud der Natur und Vogelschutzverein Trimbach zur Wald- und Gartenexkursion ein. In der Vogelhütte begrüsste der Präsident Pascal Jäggi. Unter der Leitung von Bruno Hirsbrunner machten sich zehn Interessierte zuerst in den Wald auf. Wir liefen durch eine im Winter gemachte Stangenholz-Durchforstung, wo wir viel über das Auswahlverfahren, die Abstände und die seltenen Baumarten erfuhren. Weiter ging es zu einem auf etwa vier Metern Höhe abgebrochenen Mehlbeerbaum, der mit zwei schönen Zunderschwämmen auf uns wartete. Der Zunderschwamm wurde nicht nur zum Feuer machen und Glut transportieren verwendet, sondern auch als Lederersatz. Dafür wurde die Trama-Zunderschicht (zwischen Kruste und Röhrenschicht) verwendet. Anschliessend besichtigten wir den Garten von Familie Niedermann in der «Wernlivilla». Dieser wurde 2005 von Pro Natura mit drei Schmetterlingen ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung für naturnahe Gärten. Wir trafen sehr viele blühende Pflanzen wie Diptam, Fuchsknabenkraut, Haferwurzel, Lein, und vieles andere mehr an. Ein grosser und zwei kleine Teiche rundeten das Ganze ab. Die Naturwiese wird Ende Juli und im Herbst gemäht. Den Abschluss der Exkursion machten wir bei der Vogelhütte. Bruno zeigte uns Aufnahmen, die unter dem Rasterelektronen Mikroskop entstanden sind. Gefertigt hat sie Rainer Foelix, vielen Dank.
Ein um einen Eibenzweig gelegten und zugeschnürten Plastiksack, der am Anfang der Exkursion befestigt worden war, zeigte nach 2.5 Stunden ein sichtbares Resultat. Austretender Wasserdampf sammelte sich im Sack. Um das Ganze besser zu verstehen, sahen wir Fotos von der Eibennadel auf der Oberseite, Unterseite und im Querschnitt. Dies in der Grössenordnung von zwanzig Mikrometer. Der Anlass endete mit Kaffee und Gipfeli. Die Teilnehmenden waren von der interessanten und lehrreichen Führung begeistert.